Wer zur Hölle ist Walter Frosch?
Ich möchte es euch sagen!
Walter Frosch, geboren am * 19. Dezember 1950 in Ludwigshafen ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler des 1. FC Kaiserslautern und des FC St. Pauli.
Der Mann ist/war schon eine Granate und ich möchte euch einfach nur kurz ein paar Fakten zusammentragen.
- Am 23. November 1974 bestritt Frosch seine erste Bundesligapartie. In der 75. Minute wurde er im Auswärtsspiel gegen Hertha BSC von Trainer Erich Ribbeck eingewechselt.
- Profilaufbahn:
1974/1975: 1.FC Kaiserslautern (Bundesliga) - 16 Spiele - 1 Tor
1975/1976: 1.FC Kaiserslautern (Bundesliga) - 27 Spiele - 2 Tore
1976/1977: FC St. Pauli (2.Bundesliga Nord) - 37 Spiele - 6 Tore
1977/1978: FC St. Pauli (Bundesliga) - 18 Spiele - 0 Tore
1978/1979: FC St. Pauli (2.Bundesliga Nord - 26 Spiele - 2 Tore
Erfolge:
- 1976: Vize-DFB-Pokalsieger
- Sehr schöne Anekdote:
Es wird erzählt, daß Frosch am Abend vor dem Bundesligaspiel Kaiserslautern gegen Schalke 04 “beim Griechen nur zwei, drei Ouzo trinken” wollte, und, als immer mehr Freunde dazustießen, es immer später und er immer voller wurde, von Frosch selbst nachts um 3 ein “400m-Lauf — um 10 Liter Bier” initiiert wurde, den er trotz 100m-Vorsprung seiner Freunde selbstverständlich gewann, er also nach durchzechter Nacht um 13 Uhr auf dem Betzenberg erschien und seine fies geröteten Augen auf Nachfrage des Trainers Ribbeck mit “Bindehautentzündung!” erklärte. Im Spiel sollte er dann gegen Erwin Kremers, seines Zeichens immerhin damaliger Nationalstürmer und einigermaßen schnell, verteidigen und löste das auf seine ganz eigene Weise: “Den habe ich am Anfang dreimal über die Bande gehauen, daß da Feierabend war. Nach 18 Minuten wurde er ausgewechselt. In den letzten zehn Minuten bin ich noch fünfmal nach vorne gelaufen, habe immer geschrien, dass ich den Ball haben wollte, und war froh, dass ich nicht angespielt wurde. Die Fans waren begeistert. Standing Ovations, Froschi bester Mann. Ribbeck meinte hinterher: ‘Naja, von Ihrer Bindehautentzündung hat man ja nicht viel gemerkt.’”
- Er wurde von Bundestrainer Jupp Derwall zur B-Nationalmannschaft eingeladen, woraufhin er ihm jedoch nur die Antwort gab: “Ein Walter Frosch spielt nur in der A-Mannschaft oder in der Weltauswahl.”
- In der Zweitliga-Saison 1976/1977 brachte es Frosch auf 27 gelbe Karten in 37 Spielen, woraufhin der DFB bald darauf die automatische Spielsperre nach vier (heute fünf) gelben Karten einführte.
- Bereits während seiner Profikarriere soll Walter Frosch über 60 Zigaretten am Tag verqualmt haben.
- Der Kettenraucher stand in den 1990ern bei dem Abschiedsspiel für Klaus Thomforde sogar mit einer Zigarette auf dem Rasen des Millerntorstadions. (siehe Video)
- Nach 5 Krebsoperationen ist Frosch heute zwangsweise rauchfrei, hat aber immer noch starkes Verlangen, wie er der Bild-Zeitung in einem Interview verriet: “Ich würde lieber eine rauchen als vögeln.”
- Passenderweise ist er heute Wirt der Stadiongaststätte des SC Victoria Hamburg (Lokstedter Steindamm 87, 22529 Hamburg).
Danke schön nochmal an red-devil82 für den netten Hinweis! Ich bin immer offen für solchen unnützes Halbwissen.
